3D‑Scan & Digitalisierung
Mit modernster 3D‑Scan‑Technik erfassen wir die Geometrie Ihrer Bauteile berührungslos und hochauflösend. Dadurch lassen sich komplexe Formen, Freiformflächen und verwinkelte Strukturen exakt digitalisieren – selbst wenn keine Zeichnungen mehr existieren.
Aus den gewonnenen Punktwolken erzeugen wir je nach Bedarf gereinigte Meshes oder Flächenmodelle. Diese Daten können direkt zur Qualitätskontrolle, für Simulationen oder als Grundlage für die spätere Konstruktion verwendet werden. Die eigentliche Rekonstruktion und Optimierung von Bauteilen erfolgt im nächsten Schritt – mehr dazu finden Sie auf unserer Reverse‑Engineering‑Seite.
Ihre Vorteile durch 3D‑Scan
- Berührungslose und zerstörungsfreie Messung auch komplexer Geometrien
- Hohe Genauigkeit und Wiederholbarkeit der Daten
- Schnelle Erfassung von Flächen, Kanten und Freiformflächen
- Perfekte Grundlage für Reverse Engineering und Qualitätskontrolle
Ablauf des 3D‑Scans
- Vorbereitung: Objekt reinigen, ausrichten und gegebenenfalls mattieren (bei glänzenden oder transparenten Oberflächen).
- Scannen: Das Bauteil wird aus verschiedenen Blickwinkeln aufgenommen, bis alle relevanten Flächen erfasst sind.
- Registrierung: Einzelne Scans werden in der Software zusammengesetzt und zu einer vollständigen Punktwolke zusammengeführt.
- Nachbearbeitung: Rauschen wird reduziert, Löcher geschlossen und ein Mesh oder Flächenmodell erzeugt.
- Datenexport: Lieferung der Daten im gewünschten Format (Punktwolke, Mesh oder Flächenmodell).
Anwendungsbeispiele
- Qualitätssicherung und Soll‑Ist‑Vergleich
- Maßhaltigkeitsprüfung im Werkzeug‑ und Formenbau
- Digitalisierung vergriffener Ersatzteile und Oldtimer‑Komponenten
- Archäologie, Kunst und Design zur Dokumentation historischer Objekte
Unsere 3D‑Scanner und Genauigkeit
Mit dem 3D-Scanner erfassen wir Bauteile präzise und reproduzierbar. Die volumetrische Genauigkeit beträgt 0,02 mm + 0,04 mm × Messlänge (m) und der Punktabstand liegt bei bis zu 0,05 mm. Damit digitalisieren wir sowohl kleine Details (ab ca. 10 mm) als auch größere Komponenten bis etwa 1 m Kantenlänge.
- Volumetrische Genauigkeit: 0,02 mm + 0,04 mm × L (m)
- Punktabstand: bis zu 0,05 mm
- Arbeitsabstand: 200 – 400 mm; Scanvolumen 10 × 10 × 10 mm bis 1 000 × 1 000 × 1 000 mm
- Scangeschwindigkeit: bis 7 Mio. Punkte/s
- Messmodi: Laser‑Kreuzlinien, parallele Linien, Einzel‑Linie & strukturiertes Licht
Hinweis zur Oberfläche: Glänzende oder transparente Bauteile werden bei Bedarf mit Scan‑Spray mattiert. Anschließend registrieren und bereinigen wir die Messdaten und liefern je nach Bedarf Punktwolke, Mesh oder Flächenmodell.
Projektbeispiele
3D‑Scan einer Pumpenabdeckung: Die komplexe Geometrie wurde digitalisiert, um Fertigungstoleranzen zu überprüfen und ein passgenaues Ersatzteil zu konstruieren.
Digitalisierung eines Oldtimer‑Bauteils: Eine seltene Karosseriekante wurde hochauflösend erfasst und als 3D‑Modell archiviert.
FAQ zu 3D‑Scan & Digitalisierung
Welche Formate erhalte ich?
Wir liefern die Roh‑Punktwolken (z. B. STL) sowie gereinigte Oberflächenmodelle. Auf Wunsch erhalten Sie fertige CAD‑Dateien (STEP, IGES) oder Mesh‑Daten.
Welche Oberflächen lassen sich schwer scannen?
Sehr glänzende, transparente oder spiegelnde Oberflächen sind für optische Scanner eine Herausforderung, da das Licht gestreut oder gebrochen wird. In solchen Fällen nutzen wir matten Sprühnebel oder entfernen die Oberfläche mit einer abwaschbaren Kreideschicht, um eine stabile Messung zu ermöglichen.
Wie geht es nach dem Scan weiter?
Nach dem Scannen folgt die Datenaufbereitung. Wir reinigen und glätten die Punktwolke, schieben sie zusammen und leiten daraus je nach Bedarf ein Mesh oder eine Flächenrückführung ab. Zum Schluss erstellen wir ein CAD‑Modell oder liefern die Daten als STL/STEP/IGES.
Wie wird sichergestellt, dass alle Details erfasst werden?
Durch verschiedene Scan‑Modi und Mehrfachabtastungen erfassen wir auch schwer zugängliche Bereiche. Die Daten werden anschließend überprüft und bei Bedarf ergänzt.
Für welche Objekte eignet sich der Scan?
Unser System ist ideal für Bauteile von wenigen Millimetern bis etwa 1 Meter Kantenlänge – von mechanischen Komponenten über Design‑Prototypen bis hin zu historischen Artefakten.
Wie lange dauert ein Scan?
Die Scanzeit richtet sich nach Größe und Komplexität des Bauteils. Kleinere Teile können in wenigen Minuten erfasst werden, während größere oder sehr detaillierte Objekte längere Aufnahmezeiten benötigen. Hinzu kommt die Zeit für Vorbereitung und Nachbearbeitung.
